AM ANFANG STEHT DAS ANFANGEN – ODER:
DER UMGANG MIT INNEREN VERPFLICHTUNGEN 

Identifizieren Sie Ihre realen Aufgaben

Mit einer eher ernüchternden Erkenntnis starte ich den heutigen Blog zum Thema Produktivität: Häufig ist unser persönlicher Stress „hausgemacht“.

Punkt.

Sind Sie nun geschockt? Verärgert? Löst diese Aussage bei Ihnen einen inneren Widerstand aus? Oder nicken Sie mit dem Kopf und bestätigen diese Erkenntnis?

Es stimmt: Stress hängt in sehr vielen Fällen damit zusammen, wie wir mit den Verpflichtungen umgehen, die wir mit uns selbst eingegangen sind – zusätzlich zu den täglichen realen Aufgaben.

Ich nenne es bewusst „reale“ Aufgaben, da die meisten von uns mehr Verpflichtungen mit sich selbst abgeschlossen haben, als ihnen bewusst ist. Diese Verpflichtungen werden oft unbewusst „mitgeschleppt“ und halten dennoch unsere Aufmerksamkeit. Wir nennen dies bei GTD „lose Enden“.
 

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • was innere Verpflichtungen sind,
  • warum sie oft am meisten stressen und
  • wie Sie produktiv mit ihnen arbeiten.

Was innere Verpflichtungen sind

Innere Verpflichtungen sind die anstrengenden, allgegenwärtigen, kleinen Geister, die wir uns selbst vorgenommen haben und die stets um uns herumschleichen. Sie wünschen sich einige Beispiele? Ok:

Mit dem Laufen anfangen. 4 kg abnehmen. Irgendwann den Dachboden aufräumen. Die zwei neu erschienenen Fachbücher lesen. Ungetragene Kleidung aussortieren. Die Sachen aus dem Keller auf dem Flohmarkt verkaufen. Jedes Wochenende auf dem Markt einkaufen. Reicht? Gut.

Es geht um die Nichtigkeiten, die wir uns selbst „aufbrummen“. Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Ihren Dachboden aufräumen? Nicht, dass dies keine unlösbare Aufgabe ist– doch es ist in den meisten Fällen nichts wirklich Wichtiges, weswegen es einfach nicht erledigt wird.

Und so bleibt folgende Wirkung zurück: wir fühlen uns nie ganz fertig, haben uns selbst gegenüber ein schlechtes Gewissen und obwohl wir wissen, dass es faktisch gar nicht machbar ist, alles zu schaffen, fühlen wir uns schlecht. Wir können noch so erfolgreiche Menschen sein: Solange uns diese selbst geschaffenen Plagegeister beschatten, kommen wir uns nicht erfolgreich vor. Wir bremsen uns selbst aus.

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Die Erklärung hinter dem Stressor „innere Verpflichtung“

Ohne das bewusste Nachdenken über jede Aufgabe, Belastung oder Verpflichtung ist es Ihnen kaum möglich das daraus resultierende Stressgefühl zu besiegen.

Es gibt einen Unterschied, ob Sie an etwas denken oder darüber nachdenken. Das „an etwas denken“ erfolgt automatisch als natürliche Reaktion Ihres Gehirns. „Über etwas nachzudenken“ bedarf eines bewussten Fokus. Und genau dieser Fokus wird uns in den seltensten Fällen beigebracht: Es gilt über die Arbeit nachzudenken, bevor wir sie erledigen können – und das Ergebnis festzuhalten. Sonst gelangen wir wieder und wieder in den Teufelskreis, über die Sache erneut nachdenken zu müssen.

Beobachtungen zeigen, dass viele Menschen eine Aversion dagegen hegen, aktiv Energie aufzuwenden, um die Bedeutung einer Sache konkret zu klären und festzulegen, was es damit zu unternehmen gilt. Eine Sache, die wir selbst in unser Leben gelassen haben (ob bewusst oder unbewusst: sie ist jetzt nun mal da und beschäftigt uns).

Es hat sich als erfolgsversprechend herausgestellt, das Durchdenken einer Aufgabe mit der Formulierung eines gewünschten Ergebnisses zu beenden. Dieser Schritt wird „ergebnisorientiertes Denken“ genannt und hilft durch die klare Festlegung des Zielbildes, dieses auch zu erreichen.
 

So gehen Sie am besten mit inneren Verpflichtungen um

Der wesentliche Tipp, um erfolgreich mit inneren Verpflichtungen umzugehen ist, auch die kleinste Kleinigkeit zu notieren, von der Sie vielleicht denken, dass Sie sie sich sowieso merken können – und schon sind wieder 2 Wochen vergangen und Sie haben keinen Arzttermin vereinbart.

Genau die Gedanken, von denen Sie ausgehen, dass Sie nicht belastend sind (Blumenerde besorgen), zehren an Ihrer Energie. In den unpassendsten Momenten fällt es Ihnen wieder ein (nachdem Sie den Baumarkt verlassen und zuhause die Glühbirnen ausgepackt haben) und Sie ärgern sich darüber. Passiert Ihnen das mit fünf bis 15 Sachen am Tag, dann vergeuden Sie Energie und fühlen sich schlecht. Dieser Effekt wirkt verstärkend:

Alle notierten losen Enden können auf unterschiedliche Weise verarbeitet werden. Wenn sich viele Gedanken ansammeln, deren Umsetzung ganz klar erst in ferner Zukunft liegt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, damit weiter zu arbeiten:

  • Notieren Sie sich die Punkte ergebnisorientiert (= wie sieht das Ziel konkret aus?) und speichern Sie sie in der Kategorie „Irgendwann/Vielleicht“.
  • Wenn diese Kategorie in Ihrer Definition für noch „größere“ Lebenswünsche reserviert ist (In 10 Jahren ein Haus gebaut haben; eine Weltreise, wenn der Sohn 15 Jahre älter ist, …): Legen Sie eine neue Kategorie an, die Ihnen mehr entspricht.
  • Legen Sie die Idee oder den Gedanken auf Wiedervorlage. Im Kalender, in einem externen papierbasierten System – wie auch immer Sie Ihre Wiedervorlage verlässlich organisieren.

Befassen Sie sich auf diese Art und Weise mit allen Punkten, die Ihnen einfallen. Und mit „alle“ meine ich wirklich alle. Selbst wenn sie Ihnen noch so unwichtig vorkommen. Dies können auch Wünsche oder weit entfernt liegende Ideen und Pläne sein.

Es ist sowohl Zeit- als auch Energieverschwendung, immer wieder an Dinge zu denken, bei denen keine Fortschritte erzielt werden.

Ein verlässliches System finden

Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn Sie ein persönliches System haben, auf das Sie jederzeit und in jedem Moment vertrauen können. Einige Stichpunkte auf einer generellen Liste reichen dafür nicht aus, sondern erzeugen ganz im Gegenteil Stress: Einzelne Wörter, zu denen jegliche Entscheidung fehlt (Mama, Onkel Tom, Steuererklärung), lösen in unseren Köpfen den Appell aus „triff eine Entscheidung“ und setzen uns somit unter Druck, wann immer wir die einzelnen Begriffe betrachten.

Mit Getting Things Done haben Sie hingegen folgende Möglichkeit: präzise formulierte, greifbare Aktionslisten reduzieren Stress. Sie erhalten mit dieser Methode ein persönliches System, in welchem Sie alle Ihre Lebensbereiche organisieren und überblicken können. Sowohl privat als auch beruflich – und mit inbegriffen natürlich auch die inneren Verpflichtungen.
 

Weekly Review

Die beste Organisation führt nicht zum Ergebnis, wenn Ihnen der erforderliche Schritt fehlt: Das Durchsehen aller angelegten Aufgaben, Projekte oder Termine. Wie, wann und warum es so wertvoll ist erfahren Sie hier.

Anfallendes „Zeug“ bleibt solange „Zeug“, solange es nicht verarbeitet ist. Unverarbeitet ist es nicht unter Kontrolle zu bringen.

- David Allen

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