AUFSCHIEBERITIS - WAS SIE DAGEGEN TUN KÖNNEN

Die persönliche Aufschieberitis meistern

In der Praxis hat sich gezeigt, dass clevere Menschen gerne eine Vielzahl von Aufgaben vor sich herschieben und einfach nicht erledigen. Stattdessen sammeln sich immer weitere Arbeiten an, bis der Stapel irgendwann über ihnen zusammenbricht.

Warum kluge Menschen sich so verhalten und wie Sie dies lösen können lesen Sie in diesem Artikel.

  • Was bedeutet Aufschieben von Aufgaben?
  • Woher kommt dieses Verhalten von eigentlich strukturierten Menschen?
  • Wie sich Aufschieben bekämpfen lässt.

Woher das Aufschieben von Aufgaben kommt

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Sie einer Aufgabe gegenüberstehen können: Entweder Sie können sie mit Leichtigkeit erledigen oder Sie haben eine gewisse Aversion dagegen und irgendetwas in Ihnen sträubt sich, die Aufgabe anzugehen.

Der Ursprung des Aufschiebens liegt meistens in einem erwiesenen Fakt, dass Ihre Gedanken Ihre Gefühle beeinflussen. Sowohl positiv als auch negativ.

Ein Beispiel:
Denken Sie an einen längst überfälligen Zahnarzttermin, den Sie vereinbaren sollten. Sie sind bereits lange nicht beim Zahnarzt gewesen und in Ihnen entwickelt sich die Furcht, dass ja etwas festgestellt werden könnte, was Ihnen nicht gefällt. Vielleicht haben Sie Karies bekommen oder Parodontose. Mit dem Gedanken an Löchern in den Zähnen wird Ihnen mulmig zumute, da dies Bohren und damit Schmerz bedeutet. Und außerdem haben Sie schon als Kind den Zahnarztbesuch gehasst.

Und jetzt?
Haben Sie gerade Lust bekommen, endlich den Zahnarzttermin zu arrangieren? Vermutlich nicht. Und warum? Weil die meisten Leute dazu neigen, sich bei unangenehmen Aufgaben im (schmerzhaften) Prozess zu sehen (also auf dem Zahnarztstuhl mit dem Bohrer im Mund). Das führt dazu, dass Sie die Aufgabe lieber zurückstellen und verdrängen.

Wie anders wäre Ihre Motivation, wenn Sie sich stattdessen vorstellen, wie Sie entspannt und schmerzfrei die Praxis verlassen, mit dem guten Gefühl, etwas für Ihre Gesundheit und Ihre Ausstrahlung getan zu haben?

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht. Weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

L.A. Seneca.

Mit der negativen Gedankenkette an den Zahnarzt haben Sie gerade den Teufel an die Wand gemalt und sich den benötigten Termin so schlecht geredet, dass sich alles in Ihrem Körper dagegen wehrt, die Aufgabe zu erledigen.

Und das ist genau der Teufelskreis, in dem sich viele Menschen befinden. Sie durchdenken jeden möglichen Schritt und malen sich die schlimmsten Dinge aus, die passieren könnten, wenn sie denn damit beginnen würden. Und sie sehen sich in einem unliebsamen Prozess. Hier setzt dann Ihr (oft unterbewusster) Abwehrmechanismus ein und Sie schieben die Aufgabe von sich weg.

Damit wird die Situation allerdings nicht besser. Alle aufgeschobenen Aufgaben holen uns irgendwann wieder ein. Im einfachen Fall fahren wir eben so lange kein Fahrrad, wie die Lampe kaputt ist – im schlimmsten Fall verlieren wir ein für die zukünftige Karriere wichtiges Projekt. Uns fliegen dann im wahrsten Sinne des Wortes unsere aufgeschobenen Dinge „um die Ohren“.

Überlegen Sie sich also: wann möchten Sie handeln? Wenn sich die Aufgaben ankündigen und bereits am Horizont zu sehen sind? Oder lieber, kurz bevor sie Sie zu überfahren drohen?

Warum schieben gerade die klugen Menschen mehr auf?
Das liegt daran, dass sie einen höheren Anteil komplexerer Aufgaben im Alltag zu bewältigen haben. Diese erfordern mehr Durchdenken, mehr Planung und bieten damit auch mehr Raum für negative Gedanken und „Aufschieberitis“.

Darüber hinaus neigen sensible, kreative und intelligente Menschen generell mehr dazu, sich mehr Gedanken zu machen. Das ist erstmal nichts Schlechtes, solange die Gedanken in die richtige Richtung gehen und sie nicht davon abhalten, die Dinge zu tun, die für sie wichtig sind.

Wer weniger intensiv nachdenkt und gleichzeitig sehr proaktiv ist, wird weniger mit dem Thema Aufschieben zu kämpfen zu haben. Das heißt allerdings nicht im Umkehrschluss, dass er deshalb weniger klug ist – er hat möglicherweise nur bessere Strategien. Wie Sie nur über das nachdenken, was wirklich relevant ist und so mehr erreichen, erfahren Sie jetzt.


Dem Aufschieben entgegenwirken

Folgende Faktoren helfen Ihnen dabei, gegen das Aufschieben anzukämpfen:

  • Anpassung der Denkmuster
  • Formulieren nächster Schritte

Denkmuster durchbrechen
Das Erkennen Ihrer negativen Gedankenspirale ist der erste Schritt, um etwas daran zu ändern. Wie zu Beginn geschrieben, ist es bewiesen, dass die eigenen Gedanken sowohl Ihre Gefühle als auch Ihr Verhalten steuern. Sie sind also tatsächlich Ihres eigenen Glückes Schmied, indem Sie die negativen Gedanken nicht zulassen und in eine andere Richtung lenken.

Die Nebeneffekte positiver Gedanken sind erstaunlich: Es reduziert sich nicht nur Ihre körperliche Anspannung, es verändert sich auch Ihr Auftreten, Ihre Ausstrahlung und Ihre Energie. Das werden Sie bald sowohl in Ihrer persönlichen Wahrnehmung merken als auch durch Rückmeldungen aus Ihrem unmittelbaren Umfeld.

Ein einfacher Weg, Ihr Denkmuster zu durchbrechen, ist es, sich bei jeder unliebsamen Aufgabe ganz bewusst vorzustellen, wie gut sich das Endergebnis anfühlen wird also die erledigte Aufgabe. Und welchen Nutzen Ihnen dies vielleicht bringt.

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Nächste Schritte definieren

Wenn Sie nun also in der Lage sind, Ihre negative Gedankenkette zu stoppen, betrachten Sie Ihre nächste zu erledigende Aufgabe. Betrachten Sie zunächst das positive Endergebnis, das sich für Sie aus dem Erledigen der Aufgabe ergibt. Und legen Sie dann den nächsten Schritt fest. Den einen, realistischen und sichtbaren nächsten Schritt, den Sie brauchen, um das Endziel zu erreichen. Egal wie klein der Schritt auch sein mag. Ist es vielleicht, die Telefonnummer des Zahnarztes im Internet zu recherchieren? Oder herausfinden, wer der richtige Ansprechpartner für ein Thema ist?

Sehen Sie: das ist gar nicht so schwer. Durchdenken Sie das gewünschte Ergebnis einer Aufgabe und definieren Sie, wie das konkrete Handeln auf der untersten Ebene aussieht.

Zu diesem nächsten Schritt machen Sie sich einen Vermerk, um Ihren wertvollen durchdachten Gedanken nicht zu verlieren.

Der Trick ist nun, diesen ersten Schritt zu tun. Er ist realistisch und machbar, was Ihnen hilft, ihn einfach zu erfüllen. Diesen Schritt zu erledigen ist der beste Beginn, sich dem Ergebnis zu nähern, ohne von anderen, noch nicht relevanten Schritten ausgebremst zu werden.

Ist der erste Schritt erledigt, folgt die Definition des nächsten Schrittes. Und so weiter. Ganz oft ist sogar zu beobachten, dass, wenn wir erstmal begonnen haben, gleich die nächsten, logisch folgenden Schritte erledigen und somit viel schneller das Ergebnis erreichen, als eigentlich gedacht. Sie steigern dadurch nicht nur Ihre Produktivität, sondern beginnen wahrscheinlich recht bald, sich auch innerlich zu entspannen.

Wenn Ihr „Endgegner“ heißt: „Keller aufräumen und entrümpeln“ – wie motiviert sind Sie, damit zu starten? Definieren Sie die Aufgabe stattdessen als „Altkleidertüte aus Keller zur Kleiderspende bringen“ ist dies eine erfüllbare Tätigkeit, die Ihnen weniger Bange werden lässt als der Blick auf das große Chaos im Keller. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie im Zuge der Altkleiderverwertung auch noch eine Kiste mit alten Ordnern entsorgen, ist relativ hoch. Wenn Sie eh schon mal im Keller sind …

Ein Problem ist halb gelöst, wenn es klar formuliert ist.

John Dewey

P.S.: Im Beispiel des Zahnarztbesuchs waren bei mir übrigens einige Füllungen nötig. Hätte ich noch ein weiteres Jahr mit dem Termin gewartet, wäre eine Wurzelbehandlung nach der andern fällig geworden. Und wissen Sie was? Mittlerweile gehe ich gerne zu meiner Zahnärztin – alle 6 Monate!

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