Die 10 wichtigsten Fragen zu GTD® und Next Action Partners

Inwiefern unterscheidet sich GTD von Methoden, die sich mit Zeitmanagement befassen?

In den letzten zwei Jahrzehnten gab es eine wahre Flut an Methoden zum Thema Zeit-Management, mit denen versucht wurde, Wissensarbeiter hinsichtlich ihrer Effektivität zu trainieren. Die meisten dieser Methoden fokussieren auf eine Optimierung, indem eine Aufgabenpriorisierung angestrebt wird, die bei minimalem Ressourcen-Einsatz maximal auf die ausgewählten Ziele einzahlt.

Obwohl diese Strategie naheliegend erscheinen mag, ignoriert sie die Tatsache, dass sich in der modernen Wissensarbeit beides, Prioritäten und Ressourcen, fortwährend verändert. Was in der Ära von Telefon und Fax noch funktionierte, wird in Zeiten von E-mail und Smartphone zu kompliziert, als dass es effektiv zu bewältigen wäre.

David Allen, Autor von Getting Things Done, schlägt einen grundlegend anderen Ansatz vor. Er stellt fest, dass nicht länger die Illusion funktionierenden Zeit-Managements, sondern viel eher wirkliches Selbst-Management gefragt ist: Es geht darum, was wir mit uns selbst – in jedweder Situation und jedwedem Kontext – tun. Und dabei ist die Zeit nur eine Variable.

Funktionierendes Selbst-Management ist notwendigerweise ganzheitlich angelegt und umfasst effektives Handeln bezüglich aller Dinge, die wir tun müssen und tun wollen, beruflich wie privat.

Es geht darum,

  1. Dinge, die wir sammeln oder entwerfen (wie zum Beispiel Ideen), zu erfassen, dann
  2. zu entscheiden, was wir (gegebenenfalls) hinsichtlich dieser Dinge tun wollen,
  3. die Ergebnisse dieser Wissensarbeit in einem verlässlichen System zu organisieren, das wir
  4. in angemessener Weise durchsehen können, so dass wir
  5. schlussendlich intuitiv eine strategisch und taktisch kluge Wahl treffen können, was wir in jedem einzelnen Moment unserer Zeit tun sollten.

Hinsichtlich der Anforderungen an eine Selbstmanagement-Methode, die auf diesen Prinzipien aufbaut, stellt GTD einen verständlichen Ansatz zur Steigerung der Produktivität bei gleichzeitiger Senkung des Stressempfindens bereit.

Gibt es wissenschaftliche Studien zu GTD?

„Getting Things Done: The Science behind Stress-Free Productivity“ von Francis Heylighen und Clément Vidal vermittelt Ihnen einen detaillierten Einblick in die Wissenschaft hinter GTD und zeigt, warum GTD funktioniert.

Muss ich ein Seminar besuchen oder reicht es aus, das Getting Things Done-Buch zu lesen?

Wenn Sie das Buch lesen, wird es Ihnen auf jeden Fall gelingen mit der Umsetzung von GTD zu beginnen. Tatsächlich haben viele Menschen, die in unsere Seminare kommen, eines der Bücher von David Allen bereits gelesen. Während diese Lektüre vor allem großartig ist, um Wissen über GTD zu generieren, helfen die Seminare vor allem hinsichtlich der praktischen Umsetzung. Die Seminare sind als Workshops konzipiert, in denen Sie konkret beginnen GTD anzuwenden und in Ihr persönliches System zu implementieren. Sie bekommen umgehend Feedback vom Trainer oder auch von anderen Teilnehmern, da Sie einander hinsichtlich der elementaren Schritte das ganze Training über immer wieder gegenseitig coachen.

Bei der Entscheidung zwischen Buch und Seminar geht es also um den Unterschied, etwas einerseits hauptsächlich zu wissen oder es andererseits gleichermaßen auch korrekt anwenden zu können.

Sie werden in unseren Seminaren außerdem die zentralen Best Practices zur Implementierung von GTD kennenlernen. Diese werden Ihnen in verschiedenen Formaten vorgestellt, um möglichst vielen unterschiedlichen Lernstilen gerecht zu werden.

Woher weiß ich, welches Seminar für mich richtig ist oder ob ich ein Einzel-Coaching machen sollte?

Erste Informationen zu unseren Lernformaten, erhalten Sie unter dem Menüpunkt „Unsere Leistungen“. Für eine individuelle Beratung zur Ermittlung der für Sie am besten geeigneten Maßnahme –beziehungsweise zur Konzeption eines methodenkombinierten Lernprogramms für Sie, Ihr Team oder Ihre Organisation – wenden Sie sich bitte direkt an Sabri Eryigit, Ihren Next Action Partners-Spezialisten für Konzeption und Lernorganisation.

Muss ich die komplette Methode umsetzen, um von GTD zu profitieren?

Nein, das ist nicht zwingend notwendig. Faktisch könnte es jeder kleine Schritt, den Sie in Richtung der Umsetzung von GTD unternehmen, oder alles, wovon Sie zunehmend ein klein wenig mehr tun, zu einem bestimmten Zeitpunkt wert sein, dass Sie ihm Ihre gesamte Aufmerksamkeit widmen. Wir haben uns deshalb dafür entschieden, für Sie ein komplettes Modell zum Selbst-Coaching inklusive eines Zugang zu fortwährend aktualisierten Best Practices bereitzustellen. Diese Unterstützungsangebote ermöglichen es Ihnen, genau die für Sie jetzt relevanten Ausschnitte zu nutzen und gleichzeitig ein Bezugssystem für später zu haben, wenn möglicherweise andere Aspekte bedeutsamer werden.

Ich scheitere am Ende sowieso immer an meiner Aufschieberitis. Kann ich das mit GTD verhindern?

Aufschieberitits tritt häufig auf, wenn es keinen ausreichend guten Grund dafür gibt, sich um eine bestimmte Sache zu kümmern oder aber aufgrund eines fehlenden Gefühls von physischer, mentaler oder emotionaler Kontrolle bezüglich des ersten Herangehens an die entsprechende Sache.

Wenn das Leben eines geliebten Menschen davon abhinge, dass Sie das einigermaßen anspruchsvolle „Schreibprojekt XY“ innerhalb der nächsten 24 Stunden beenden, ist anzunehmen, dass Sie Ihren Widerstand durchbrechen und starten würden. Oder wenn Sie genau wüssten, wie der erste Abschnitt lauten soll (Kontrolle) – auch dann würden Sie vermutlich problemlos starten können.

Auf der tiefsten Ebene ist vermutlich das Bild, das wir von uns selbst haben, der ultimative Treiber oder Verhinderer unserer Handlungen. Unabhängig davon jedoch, wie es um unser jeweiliges Selbstbild bestellt ist – denn das wäre Inhalt eines anderen Seminars – und mit welchem Selbstvertrauen als innerer Ressource Sie starten: Die Klärung des Werts, den der Zweck einer Sache für sie hat und das Herausarbeiten eines klaren nächsten Schritts, der Ihnen genau sagt, wie Sie anfangen müssen, geben Ihnen die beste denkbare Initialkraft und eine gute Grundlage, um nicht in die Aufschieberitis-Falle zu tappen.

Funktioniert die Umsetzung von GTD mit einem papierbasierten System oder digital?

Sie können die GTD-Methode sowohl rein papierbasiert, rein digital oder aber in einer Kombination aus beiden Herangehensweisen umsetzen. Das hängt vor allem von Ihren persönlichen Vorlieben ab.
Ihre Entscheidung sollte sicherstellen, dass Sie hinterher…
… wissen, welches Detail Sie wie organisiert haben.
… einen systematischen Überblick über die entsprechend ausgewählten Orte haben, an denen Ihre Dinge organisiert sind und
… Ihr persönliches System mit Begeisterung nutzen, weil es Ihre Produktivität anregt.

Zur Verarbeitung und Organisation Ihrer papierbasierten Unterlagen empfehlen wir Ihnen die Lösungen von CLASSEI. Classei Lösungen sind auf die GTD-Methode ausgerichtet und bieten eine gute Ergänzung zu Ihrem digitalen System. Mehr zu Classei finden Sie in unserem Shop.

Brauche ich eine spezielle Software zur Umsetzung von GTD?

Obwohl die meisten GTD-Anwender ihren persönlichen Software-Favoriten haben, ist GTD selbst nicht Tool-spezifisch konzipiert, sondern lässt sich nahtlos in die gesamte digitale Welt einordnen.

Wenn Sie GTD anwenden möchten, bedarf es zwar grundsätzlich der Entscheidung für ein papierbasiertes, ein digitales oder ein kombiniertes System – und damit gegebenenfalls auch der Entscheidung für ein Software-Tool, ausschlaggebend ist jedoch, dass Sie den Aufbau Ihres Systems an Ihren individuellen Erfordernissen ausrichten. Ihr GTD-System muss der Komplexität Ihrer Arbeit und Ihres Privatlebens gerecht werden und klar auf den Zweck ausgerichtet sein, Ihre Erinnerungshilfen und die für Sie relevanten Informationen auf die für Sie beste Weise abzubilden.

Ein Software-Tool selbst wird für sie niemals entscheiden können, was ein bestimmtes „Ding“ für Sie bedeutet. Das müssen Sie selbst tun und der GTD-Prozess ist Ihr Schlüssel dazu. Sie können das von Ihnen genutzte Software-Tool so einrichten, dass es Ihren GTD-Prozess technisch sinnvoll unterstützt und für die meisten geläufigen Software-Tools auch bereits auf eine gute Gebrauchsanleitung zurückgreifen. Darüber hinaus bietet Next Action Partners spezielle Vertiefungskurse an, die Sie dabei unterstützen GTD in Ihr aktuell genutztes System (z.B. E-mail-Programm) zu integrieren. Wenden Sie sich mit diesbezüglichen Fragen gern direkt an Sabri Eryigit, Ihren Next Action Partners-Spezialisten für Konzeption und Lernorganisation.

Was mache ich, wenn alle anderen um mich herum nicht mit GTD arbeiten?

Je stärker Ihre Umgebung – einschließlich der Menschen um Sie herum – außer Kontrolle gerät, desto wichtiger ist es, dass Sie Ihren GTD-Prozess zur Anwendung bringen.

Sie müssen wissen, was Ihrs ist und was nicht und dann rigoros und ausschließlich „Ihr Feld“ beackern. Wenn Sie es schaffen, Ihre neuen Standards einzuhalten, wird es sich bis zu einem gewissen Grad automatisch auch auf die Anderen auswirken. Obwohl es keine Garantie dafür gibt, tendieren andere häufig dazu, mit Ihnen auf dem Niveau zu interagieren, dass Sie ihnen anbieten.

Kann ich GTD auch woanders lernen?

Next Action Partners ist der einzige offiziell zertifizierte Partner der David Allen Company in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alle unsere Trainer und Coaches durchlaufen einen anspruchsvollen Trainings- und Zertifizierungsprozess, der in den vergangenen Jahrzehnten von der David Allen Company konzipiert und ständig optimiert wurde. Deshalb sind unsere Lernformate die einzigen offiziell lizensierten GTD-Seminare und Coachings im deutschsprachigen Raum.